Trotz der Aufteilung der Mittelmeerinsel in
einen nördlichen und einen südlichen Teil können sich die Menschen Zyperns gleichen.
Dennoch wird im Wesentlichen zwischen den Türkenzyprioten und den Griechenzyprioten differenziert.
So stellt der Mittelpunkt des Lebens bei den griechischen Zyprioten die Familie
und die Kirche dar. Dies bemerkt man als Tourist spätestens dann, wenn man einmal im südlichen
Teil Zyperns das Osterfest miterlebt hat. Ziemlich üppig ausgerichtet und mit
zahlreichen Veranstaltungen gefeiert, stellt Ostern für die Griechen das wichtigste
Fest im Jahr dar. Dabei berufen sich die Menschen Zyperns in Südzypern vor allem auf
ihre Bräuche und über Jahre hinweg vererbten Sitten. Doch die Menschen Zyperns
verstehen sich nicht nur aufs Feiern, sondern sind auch als sehr fleißige Menschen
bekannt, was sich in der wirtschaftlichen Entwicklung ausdrückt. Studien schätzen, dass das Einkommen je Zypriot bei 12.000 US $
liegt.
Die Menschen Zyperns versuchen, ihre Sitten und Gebräuche auch für
Touristen sichtbar zu machen. So kann man als Urlauber in Lefkara die Stickkünste
der Griechen bewundern. Das Muster, welches hierbei zu Stande kommt, besteht laut
einer alten Tradition. In Phini hingegen beruft man sich auf die jahrelang gepflegte Töpferarbeit und
bietet seine Kunstwerke Touristen an. Andere Städte haben noch heute kleine Werkstätten, in welchen man
Silber- und Kupferschmiede vorfinden kann.
Neben ihren zu befürwortenden
Traditionen gibt es aber auch einige Sitten bei den Menschen Zyperns, welche manche
Menschen als veraltet ansehen. Beispielsweise ist der Besuch eines Kaffeehauses in
Zypern nur Männern vorbehalten. Diese vergnügen sich neben ihrem Mokka mit dem
Spielen von Backgammon.
Aber auch in den Kirchen besteht man noch auf die
Teilung von Männern und Frauen. Eine strikte Sitzordnung besagt, dass Männer und
Frauen getrennt voneinander sitzen müssen. Andere Regeln, die man auch als Tourist
in einer Kirche einhalten sollte, ist, dass man sich nicht mit übereinander
geschlagenen Beinen hinsetzt.